Jagdanbieter in Namibia

 
Allgemeines

Die fast 500 Jagdanbieter in Namibia ermöglichen es Ihnen, die Jagd auf starkes und reifes Trophäenwild individuell nach Ihren Wünschen zu gestalten, ob auf einer Jagdfarm, Gästefarm oder in Form einer Jagdsafari in riesigen Hegegebieten auf kommunaler Ebene (Konzessionsgebiete). Die Entscheidung, in welcher Form und wo Sie in Namibia jagen wollen, treffen Sie! Sicherlich spielen dabei Faktoren eine bestimmende Rolle für die Auswahl des Jagdanbieters, wie zum Beispiel Referenzen, zu bejagende Wildarten, Abschussgebühren und  Preise für Dienstleistungen wie Jagdführung und Tagessätze, Beschaffenheit des Jagdgebietes, Wünsche der nichtjagenden Begleitpersonen hinsichtlich Freizeitgestaltung, Entfernung von Windhoek, Rundreise vor oder nach der Jagd etc. Die folgenden Beschreibungen soll Ihnen eine Hilfe bei der Auswahl des Jagdanbieters geben. Sie beinhalten kein Werturteil hinsichtlich des qualitativen Angebotes und sind auch keine Garantie für eine erfolgreiche Jagd. Alle Jagdanbieter in Namibia, ob Jagdführer, Meisterjagdführer oder Berufsjäger beherrschen ihr Handwerk perfekt und sie geben sich alle erdenkliche Mühe, um Ihnen einen angenehmen Aufenthalt zu bieten und Sie zum jagdlichen Erfolg zu führen. Die Qualitätsstandards der einzelnen Jagdanbieter werden laufend und regelmäßig durch beauftragte Stellen des Ministeriums für Naturschutz und Tourismus, wie zum Beispiel dem NTB ( Namibia Tourism Board) überprüft. 


Die Farmjagd in Namibia

Die Farmjagd, als eine der ersten Jagdmöglichkeiten in Namibia bekannt, bildet das Rückgrat der Trophäenjagd. Als Jäger erlebt man eine Art "Ferien auf dem Bauernhof". Der Farmer ist als Eigentümer des Jagdgebietes vertraut mit Fauna und Flora. Hierdurch bietet er dem Jäger ein engeres Verhältnis zur Natur und der Gast bekommt persönlichen Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, wodurch er die Verhältnisse und Probleme besser kennenlernt. Das tägliche Leben auf der Farm spielt sich vor seinen Augen ab und ist für jeden ein Erlebnis für sich.

Die Farmjagd ist durch ihre umfangreiche Gestaltung lebhaft. Nach dem Frühstück, manchmal auch schon davor, startet früh morgens die Pirschfahrt. Sobald ein Trophäentier wahrgenommen wird, muss es angesprochen und angepirscht werden, damit man zum Schuss kommt. Je nachdem wie weit der Vormittag vorangeschritten ist, gibt es dann auf der Farm ein ausgiebiges "Brunch" oder Mittagessen. Erlegte Trophäentiere werden währenddessen nach Anleitung des Farmers von seinen Mitarbeitern fachgemäß versorgt.

Die  Mittagspause dauert bis ca. 15.00 Uhr; das Wild ist nun wenig aktiv und döst nun in der Hitze im Schatten der Bäume und Sträucher. Nach der Mittagspause mit eventuellem Ansitz an Damm, Wasserstelle oder Hochsitz geht es wieder hinaus auf Pirschfahrt. Gegen Abend kommt man beladen mit neuen Eindrücken und Erlebnissen zurück. Dämmerschoppen, ein warmes Bad, Kaminfeuer, gutes Essen und viele interessante, persönliche Gespräche lassen dann den Tag ausklingen. Die Jagd auf Wachteln, Perl- und Sandhühner oder andere jagdbare Vögel kann auch ein Teil der Erlebnisse sein. Da jeder am Tagesgeschehen teilnimmt, wird der Gast voll in den Familienkreis aufgenommen.

Die Freizeitgestaltung ist sehr umfangreich. Auf vielen Farmen gibt es Reitpferde, die zum Ausritt benutzt werden können. Spaziergänge durchs Farmrevier, Sonnenbaden, Schwimmen, Ansitze zum Beobachten und Fotografieren oder Filmen können der Abwechslung dienen. Da eine Jagdfarm so groß und weitläufig ist, ergeben sich für Gäste und Jagdführer die phantastischsten Anblicke und Erlebnisse in freier Wildbahn. Jeder Gast kann sicher sein, dass er das Land mit vielen neuen, interessanten Eindrücken verlässt.


 Die Jagd auf einer Gästefarm

 

Die Jagd auf einer Gästefarm ist im Grunde eine Weiterentwicklung und Erweiterung der Farmjagd. Der Eigentümer einer Gästefarm darf zwei weitere Berufsjäger anstellen, so dass sich mehrere Jagdgruppen bilden können. Seine Gästefarm muss ein Minimum von fünf Zimmern, Bad und Toilette mit fließend kaltem und warmen Wasser haben.

Der Eigentümer einer Gästefarm oder seine Angestellten, sofern er und/oder sie als Berufsjäger registriert sind, sind berechtigt, auch auf anderen Farmen zu jagen, wenn die Einwilligung des jeweiligen Grundbesitzers vorliegt. Dadurch wird die Gefahr vermieden, dass das eigene Revier überjagt wird. Nebenbei erhält der Gast auch Einblick in den Tagesablauf eines Farmbetriebes, denn normalerweise ist der Besitzer einer Gästefarm hauptberuflich Farmer. Die Tagesjagd verläuft im Wesentlichen so ab wie bei der Farmjagd. Viele Gästefarmen sind auch Safariunternehmen und bieten Safarijagd an.

Ein Schwimmbad/Pool gehört in der Regel zur Grundausstattung einer Gästefarm; bei den namibischen Temperaturen eine willkommene Einrichtung. Viele andere Möglichkeiten, auch einen Ruhetag des Jägers oder den Aufenthalt nichtjagender Begleitpersonen oder Besucher abwechslungsreich und interessant zu gestalten, findet man auf vielen Gästefarmen, wie zum Beispiel Reitpferde, Tennis- und Tischtennisanlagen, Mountain Bikes, Sauna, Wurftauben-Schießanlage, Sundowner-Bar mit Kamin, Kutschfahrten und manchmal auch einen kleinen  Golfplatz. In gehobener Ausstattung gehört die eigene Landebahn mit Flugzeug oder Helicopter auch dazu.

Auch die Jagd auf einer Gästefarm wird nach waidmännischen Regeln durchgeführt; für die Versorgung der Trophäen hat eine Gästefarm geschultes Personal, das seine Aufgaben schnell und akkurat ausführt.

Eine Gästefarm hat normaleweise eine Alkohollizens; es darf also ein ausgedehnter "Sundowner" gehalten werden, bei dem durch das Zusammentreffen der verschiedenen Jagdgruppen immer ein reges Gespräch über den Erfolg oder Misserfolg des Tages entsteht, Erfahrungen ausgetauscht und Tipps weitergegeben werden können. Dass für das leibliche Wohl in Form eines reichhaltigen Frühstücks, Brunchs, Mittagessens oder abendlichen "Braaivleis" (Grillen) bzw. warmen Essens ausreichend gesorgt wird, kann wohl jeder bezeugen, der einmal eine Jagd auf einer Gästefarm miterlebt hat.


 

Die Safarijagd in Namibia

 

Da die in Namibia registrierte Safariunternehmen ein breites Spektrum von Programmen anbieten, kann die Safarijagd nur in ihrem breiten Rahmen beschrieben werden. Generell kann man zwischen luxuriösen und den reinen Abenteuer-Safaris wählen. Die Mehrzahl der Safaris wird jedoch gemischt angeboten, vollkommen auf die individuellen Wünsche des Gastes ausgerichtet.

Da der Berufsjäger mit seinem Team und zum Teil mobiler Unterbringung platzmäßig nicht gebunden ist, kann bei einem Safariunternehmen erwartet werden, dass den einzelnen Jagd- und Trophäenwünschen nachgekommen wird.

Nach der üblichen Abholung der Gäste am Flughafen ist der Ausgangspunkt einer Safari in den meisten Fällen ein Basiscamp, das vom Bungalowstil bis zur Zeltunterbringung variieren kann. Gejagt wird auf sonst nicht genutztem Farmgelände, welches oft eine Konzession bis zu 200.000 ha umfassen kann. Außer der Größe spielt natürlich die Qualität des Gebietes eine große Rolle
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Der Jagdtag kann vor Sonnenaufgang mit einem englisch-traditionellen "early morning" Tee oder Kaffee -am Bett serviert- eröffnet werden, dem ein deftiges, kräftiges (bis zu à la carte) Frühstück folgt. Kurz vor Sonnenaufgang geht es per voll ausgerüsteten Jagdwagen (unter Mitführung von Tagesproviant und Getränken) und dem Berufsjäger mit mindestens zwei Jagdhelfern (Tracker und Skinner) auf Pirschfahrt. Je nach Trophäenwünschen sowie Fitnessgrad des Gastes wird flaches, hügeliges oder gebirgiges Gelände durchfahren und durchgepirscht. Die Art der Pirschgänge hängt viel vom Gelände, den Wünschen und Vermögen des Gastes ab und wird dementsprechend eingeteilt. Erlegtes Wild wird nach dem üblichen Festhalten in Bild oder Film vom Team sogleich versorgt., da man generell nichts verludern lässt.

Das Mittagsmahl und Getränke werden im Camp eingenommen oder als "Lunch Pack" mitgeführt und je nach Gegebenheit während des Ansitzes eingenommen. Da das Wild (außer Warzenschweine) normalerweise über die Mittagszeit ruht, wird die Beunruhigung im Gelände auf ein Minimum beschränkt. Die Mittagspause variiert je nach Jahreszeit und Tagestemperatur. Die anschließende Nachmittagspirsch führt je nach Jagderfolg direkt zum Camp zurück. Dort werden am Lagerfeuer oder am Abendtisch die Erfahrungen und Erlebnisse des Tages ausgetauscht und die Planung für den nächsten Jagdtag unternommen. Jagd in den Außengebieten der Konzession oder beim Wechsel des Gebietes beinhalten oft ein oder zwei Übernachtungen im Zelt oder unter dem afrikanischen Sternenhimmel, ein Erlebnis, das das Herz jedes Besuchers höher schlagen lässt.
Neben der Jagd auf die üblichen Trophäenträger werden auch spezielle Jagden auf Leopard, Eland und Bergzebra angeboten. Wenige Lizenzen gibt es für Elefant, Büffel, Löwe und sonstige begehrte Wildarten, wie Rappen- und Pferdeantilopen, hauptsächlich im Norden Namibias (Caprivi). Die großen Entfernungen und aufwendigen Zeltcamps fordern eine Kostenstruktur, die manchmal das Vermögen des Normaljägers übersteigt. .


Wildfarmen

 

In den letzten Jahren hat sich das Umweltbewusstsein grundlegend geändert, und viele Farmen haben Gebiete für Wild geschaffen, in denen es Zuflucht und Sicherheit finden kann. Man darf diese afrikanischen Wildfarmen nicht mit der Gatterwirtschaft in anderen Teilen der Welt verwechseln, da die Dimensionen nicht zu vergleichen sind. In Namibia darf die reguläre Trophäenjagd nur in Gebieten größer als 10 qkm ausgeübt werden, was die Größe der meisten europäischen Jagdgebiete bei weitem übersteigt. Selbst Reviere von 100 qkm sind keine Seltenheit.

Wildarten, die heute nur in bestimmten Gegenden oder Nationalparks vorkommen, werden in neue Gebiete angesiedelt, so dass die Bestände besser vor den Auswirkungen der Dürre, Seuchen und Wilderern geschützt sind. Seltene Wildarten, wie Rappen- und Pferdeantilopen, Schwarznasenimpala, Tsessebe, Wasserbock und Nashorn, nehmen durch private Hegemaßnahmen zu. Südafrikanische Blessböcke und Weißschwanzgnu sind hier mit Erfolg ausgesetzt worden.

Wenn das Wild auf diesen Farmen sein natürliches Habitat findet und fair bejagt wird, dann überwiegen die positiven Seiten die Nachteile eines Wildzaunes. Da die Trophäenträger oft nur fünf Prozent der Population ausmachen, wird durch die Jagd auf alte und reife Trophäen der Bestand gefördert.


Wenn Sie auf gut geführten Jagdfarmen, Gästefarmen oder mit einem Safariunternehmen jagen, leisten Sie einen  Beitrag zur Erhaltung und Förderung des Wildbestandes, Namibias wertvollem Erbe.


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