Strauß


 


 

Der größte Vogel des Kontinents ist der flugunfähige Strauß, der seinen kleinen Kopf in 2,2 m Höhe trägt und der bis zu 150 kg Körpergewicht erreichen kann. Der Hals und die kräftigen muskulösen Läufe sind wenig befiedert und enden in zwei Zehen, von denen die innen liegende mit einem langen, dornartigen Nagel versehen ist. Der Körper dagegen ist von einem üppigen Federkleid bedeckt, beim Weibchen schmutzig-grau, beim männlichen Vogel schwarz mit weißen Schwung- und Schwanzfedern. In der Balzperiode zeigt der Hahn eine starke Rötung an Schnabel und Ständern.

In Namibia sind Strauße noch häufig auf Farmland und in offenen Gebieten bis hinein in die Namib-Wüste anzutreffen. Auf vielen Jagdfarmen werden sie gehalten bzw. gezüchtet. Strauße ernähren sich von Gräsern und Laub, doch jagen sie auch Kleinsäuger und nehmen daneben reichlich Steine und unverdauliche Gegenstände auf. Ein Hahn hat meist mehrere Hennen um sich, die ihre bis zu 1.600 Gramm schweren Eier in ein gemeinsames Nest legen, das gemeinsam betreut wird.

Bei Gefahr zeigen Strauße ein ebenso mutiges wie raffiniertes Verhalten: Während ein Vogel die Jungen um sich schart, versucht ein anderer, den Feind durch ein „Kranker-Strauß-Spiel“ abzulenken. Das Tier läuft vom Ort des Geschehens weg, lässt dabei einen „lahmen“ Flügel hängen, geht schwankend, bricht gar zusammen und fällt zu Boden. Dabei hat der Vogel seinen Gegner mit seinen scharfen Augen stets im Blick. Ist der Trick geglückt und der Feind abgelenkt, wird der „kranke“ Strauß plötzlich wieder putzmunter und rast mit bis zu 70 Stundenkilometer Geschwindigkeit davon. Muss er sich aber einem Raubtier stellen, sind seine Fußkrallen durchaus bedrohliche Waffen, mit denen er selbst unvorsichtige Menschen töten kann.

 



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