Flusspferd
(CITES II)

 

 

Schulterhöhe:         130 - 140 cm
Gewicht:                  1000 - 2000 Kg
Lebenserwartung: 30 Jahre
Tragzeit:                  7,5 - 8,5 Monate (1 Junges)
Weltrekord:          163,8 cm Kongo

Flusspferde kommen in Namibia in den Grenzflüssen Kunene, Okavango, Sambesi und den Flüssen und Sümpfen des Caprivi-Zipfels vor. Sie ruhen tagsüber im Wasser oder am Flussufer und verlassen dieses nachts, um an Land zu äsen. Dabei entfernen sie sich recht weit vom Wasser.

Flusspferde leben in Familienverbänden und mitunter auch in großen Herden. Alte Bullen sind häufig standorttreue Einzelgänger. Sie können extrem gefährlich werden und sind von Afrikanern im Einbaum mehr gefürchtet als Krokodile.

Männchen in benachbarten Territorien haben in der Regel ein friedliches Verhalten zueinander. Ritualisierte Handlungen bei Begegnungen beinhalten das Schleudern des Kopfes aus dem Wasser oder das gegenseitige Anstarren aus kurzer Distanz. Auch das Auseinanderwirbeln des Kotes durch schnell kreisende Schwanzbewegungen, das im Wasser und an Land ausgeübt wird, wird eher einer Signalfunktion und weniger einer revieranzeigenden Funktion zugeordnet. Wenn sie sich bedroht fühlen, zeigen männliche Flusspferde mit weit geöffnetem Maul ihre großen Schneide- und Eckzähne.
Ein Verteidiger eines Reviers versucht Eindringlinge zunächst mit Imponiergehabe zu vertreiben. Gelingt das nicht, kann es zu heftigen Auseinandersetzungen kommen, die vor allem mit den unteren Eckzähnen durchgeführt werden. Viele ältere Männchen haben Narben von diesen Kämpfen, auch der Tod eines Kontrahenten ist nicht unüblich.

Meist werden Flusspferde im Wasser bejagt. Dabei empfiehlt es sich, am frühen Morgen zu jagen, nachdem die Tiere in der Nacht ausgiebig geäst haben und das erlegte Tier durch die entstehenden Verdauungsgase in den Eingeweiden schnell an die Oberfläche treibt.

Ein Ansprechen der Trophäe ist nur möglich, wenn man das Gähnen des Flusspferdbullen abwartet. Meist ist nur ein Gehirnschuss möglich. Dieser sollte nach Möglichkeit seitwärts auf den Gehörgang bzw. die Ohrwurzel angebracht werden.

Frühmorgens oder spätabends ist es außerdem möglich, Flusspferde beim Verlassen des Wassers an Land zu erlegen. Mitunter können größere Tiere auch tagsüber auf einer Sandbank oder im flachen Wasser überrascht werden.

Nur durch die etwas überlegene Größe und das dominante Verhalten kann der Bulle von einer Kuh unterschieden werden.
 

 


 
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